Wanderung zur Ravensburger Hütte am Spullersee

Die leichte und schnelle Erreichbarkeit machen die Ravensburger Hütte zu einem beliebten Ziel für Tagesausflügler. Ein besonderes Juwel ist der wunderschön gelegene Spullersee, ganz in der Nähe der Ravensburger Hütte. Auch hier verkehrt ein Shuttlebus ab Lech.

Ravensburger Hütte Spullersee

Der Spuller See ist von der Ravensburger Hütte aus leicht zu erreichen

Eckdaten zur Tour Ravensburger Hütte – Spuller See

1
Schwierigkeit
45-90 Min.
Gehzeit
↑ 120 Hm
Höhendifferenz

Ravensburger Hütte – Stützpunkt für Wanderer, Kletterer und Ausflügler

Inmitten des Lechquellengebirges, leicht verdeckt von den steil aufragenden Flanken des gewaltigen Spuller Schafbergs, liegt die Ravensburger Hütte. Der attraktive Standort in der Nähe des Spuller Sees sowie die leichte Erreichbarkeit ohne direkte Pkw-Zufahrt macht die Hütte für Tagesgäste wie für Familien für einen mehrtägigen Aufenthalt attraktiv, zumal die umliegenden Gipfel zum Wandern und Klettern geradezu einladen. Nachdem die jahrelangen Bauarbeiten an der Staumauer des Spuller Sees abgeschlossen sind, fährt auch der Shuttle-Bus von Lech wieder bis zur Nordstaumauer. Von dort ist es ein Katzensprung zur Ravensburger Hütte.

Zum Klettern auf die Roggalspitze

Ravensburger Hütte Spullersee

Die gemütliche Ravensburger Hütte auf dem Weg zur Roggalspitze lädt zum Verweilen ein

Das 1912 erbaute Haus der DAV-Sektion Ravensburg war zunächst ein einfacher Steinbau mit Platz für 18 Übernachtungsgäste. Nach zweifacher Erweiterung finden heute an die 100 Personen Platz, die die Investitionen der Sektion in Sachen Komfort zu schätzen wissen – seit 2001 gibt es auch Duschen. Die größte Blütezeit als Stützpunkt alpiner Bergsteiger erlebte die Ravensburger Hütte in den 1960er-Jahren, als die Roggalspitze mit ihrer berühmten Nordkante bis zu 30 Seilschaften pro Wochenende anzog. Die klassische Führe wurde inzwischen wie viele andere Kletterrouten des Berges saniert – Kletterer sind nach wie vor willkommen (Topos unter www.dav-ravensburg.de). Seit 25 Jahren führt Siegfried Zatsch aus Oberlech das Zepter als Hüttenwirt; er übernahm es von seinem Vater Luggi. Seit Jahren schon arbeitet die dritte Zatsch-Generation in Gestalt der Tochter Sabine tatkräftig mit und sorgt dafür, dass sich die Gäste auf der gemütlichen Hütte wohl fühlen.
Zum Schutz der Natur ist die Straße zum Spuller See ab Zug mautpflichtig und von 8.00 bis 16.30 Uhr für private Kraftfahrzeuge gesperrt. Wer den Pendelbus von Lech zum Spuller See benutzt, kann sein Auto kostenlos in der Tiefgarage in Lech einstellen. Der Bus fährt halbstündlich ab der Post in Lech. Von der Haltestelle an der Nordstaumauer des Spuller Sees führt der bequeme Weg entlang der linken Seeseite in 45 Minuten zur Ravensburger Hütte. Alternativ kann man in zwei bis zweieinhalb Stunden von Lech über Zug (ab Zug 11/2–2 Std.) auf ausgeschildertem, gutem Weg, anfangs etwas steil, später flacher zum Stierloch-Joch hinaufwandern. Von dort dann abwärts zur Hütte.

Auf den Spuller Schafberg

Wie viele Schafberge in den Alpen weist auch der Hausberg der Ravensburger Hütte einen grünen Sockel auf. Darüber baut sich jedoch ein Dach aus Kalkfels auf, so dass der Spuller Schafberg mehr ist als bloßer Grasbuckel – bereits der Normalweg verlangt gewandtes Gehen in alpinem Gelände.

Der Anstieg beginnt an der Ravensburger Hütte mit einer Querung nach Südwesten. Vorbei an schön ausgebildeten Karren, jenen für den Karst typischen Längs- rinnen im Kalkgestein, geht es weiter über etliche steile Serpentinen zu einer flachen Wiese. Dort wendet man sich nach rechts und gelangt zu einer breiten Grasschulter mit herrlichem Tiefblick auf den Spuller See. Nun führt der Steig in nördlicher Richtung zum Felssockel empor. Über den Südgrat– an einigen Stellen kann man durchaus die Hände gebrauchen – erklimmt der Steig eine kleine Felsstufe und schließlich den Gipfel. Für den Aufstieg auf die schönste Aussichtswarte im Umkreis der Ravensburger Hütte sind zweieinhalb Stunden anzusetzen, für den Abstieg zur Hütte rechnet man nochmals zwei Stunden.

Übergänge von der Ravensburger Hütte

Über Stierloch-Joch, Zug, Unteres Älpele, Oberälpele geht es in vier Stunden zur Göppinger Hütte, leicht; über Spuller See, Mautstraße, Unteres Älpele, Oberälpele ebenfalls vier Stunden zur gleichen Hütte, leicht, bis Unterälpele Wanderbus.

Wanderkarte Ravensburger Hütte und Spuller See

Wanderkarte Ravensburger Huette

Wanderkarte Ravensburger Huette

Öffnungszeiten und Infos zur Ravensburger Hütte

Talort/Ausgangspunkt Spuller See (1827 m)
Anfahrt Durch das Lechtal nach Lech und Zug, die Mautstraße bis zum Spuller See ist täglich von 8.00–17.30 Uhr für Pkw gesperrt (nähere Auskunft Verkehrsamt Lech, Tel. +43/(0)5583/21 610), Wanderbusse fahren ab Anfang Juli täglich von 8.00–17.30 Uhr ab Lech, Parkmöglichkeit in der Tiefgarage im Ortszentrum, Bahnverbindung nach St. Anton/Arlberg, Busverbindung nach Lech
Gehzeit zur Hütte 45 Min. (ab Spuller See); ab Zug 1,5–2 Std.
Anforderung Leicht, breiter Wanderweg links am See entlang Mitte Juni bis September
Karte Kompass Wander-, Rad- und Skitourenkarte Nr. 33, Arlberg/Nördliche Verwallgruppe, 1:50 000
Tourismusinformationen Lech Zürs Tourismus GmbH, Dorf 2, A-6764 Lech, Tel. +43/(0)5583/21 61–0, Fax: 31 55, E-Mail: info@lech-zuers.at, www.lech-zuers.at
Hüttensteckbrief Höhe: 1947 m Erbauer: DAV-Sektion Ravensburg, 1912 Bewirtschaftet: Mitte Juni bis Anfang Oktober Kapazität: 42 Betten, 39 Lager, 16 Notlager, offener Winterraum (16 Plätze) Kontakt: mobil: +43/(0)664/500 55 26, www.ravensburgerhuette.dav-ravensburg.de
Wichtigste Touren Spuller Schafberg (2679 m), 730 Hm, Auf- stieg 2,5 Std., Abstieg 2 Std., mittel (I); Wasenspitze (2665 m), 720 Hm, Aufstieg 4 Std., Abstieg 2,5–3 Std., mittel (I); Klettergarten Spuller Platten, viele Sportkletterrouten (IV– VIII) in festem »Wasserrillen-Fels«; Roggalspitze (2573 m), sanierte klassische und neue Kletterrouten (IV–VI)
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